Wissenswertes über Polyvinylalkohol (PVA)-
Hydroschaum

 

 
Polyvinylalkohol (PVA)-Hydroschaum ist ein offenporiges Material mit untereinander vernetzter Hohlraumstruktur.
PVA-Schaum ist von weichelastischer Konsistenz, solange er feucht ist. Austrocknung lässt ihn hart werden. Durch erneutes Anfeuchten mit steriler physiologischer Kochsalzlösung lässt sich der ursprüngliche Zustand wieder herstellen.
PVA-Schaum eignet sich zum Aufnehmen großer Flüssigkeitsmengen.
PVA-Schaum ist als Träger von Antibiotika, Chemotherapeutika und Fibrinolytika für örtliche Medikation geeignet. Polyvinylalkohol (PVA)-Hydroschaum ist immunologisch inaktiv.

 

PVA-Schaum eignet sich besonders zur Behandlung von stark sezernierenden Wunden
Die durchgehenden Poren fördern durch Kapillarwirkung den Sog auf den Wundgrund. Dadurch wird das bakterienbelastete Sekret in den Schaum aufgenommen und bei jedem Verbandwechsel entfernt.

 

PVA-Schaum schafft günstige Bedingungen für die Bildung von Granulationsgewebe
Die hervorragend absorbierenden Eigenschaften von Polyvinylalkohol (PVA)-Hydroschaum helfen Wunden zu reinigen und sauber zu halten.

 

PVA-Schaum ermöglicht schmerzarme Verbandwechsel und bietet höheren Patientenkomfort
Die Materialeigenschaften hemmen die Einsprossung von Gewebe in den Schaum.

 

Polyvinylalkohol (PVA)-Hydroschaum eignet sich zur Behandlung von
  • traumatischen Weichteildefekten
  • infizierten und chronischen Wunden wie Dekubitus und Ulcus cruris
  • Weichteilschäden, bei denen ein Primärverschluss unerwünscht oder unmöglich ist
  • Wunden mit unebenem Wundgrund, tiefen Wundhöhlen und stark sezernierenden Wunden
  • Problemwunden und Verbrennungen

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    Die offene Wundbehandlung
    Der flexible PVA-Schaum wird entsprechend der Wundgröße zugeschnitten und unter leichtem Druck auf dem Wundgrund fixiert. Bei tiefen Weichteildefekten kann die Wunde mit mehreren Lagen PVA-Schaum gefüllt werden. Anschließend wird die Schaumplatte mit einer Binde oder einem wasserdampfdurchlässigen Transparentverband fixiert. In Abhängigkeit von der Wundsekretion wird der Verbandwechsel in ein- bis höchstens zweitägigen Abständen vorgenommen.